Phytotherapie


Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn die der Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiches Recht auf Schutz. Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers - unserer Brüder.                                                                                                                              Franz von Assisi


Pflanzenheilkunde ist die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel.


Häufig wird die Phytotherapie mit der Homöopathie verwechselt, da viele der Meinung sind, Homöopathie wird ja auch aus Pflanzen hergestellt. Das ist zum Teil richtig, da homöopathische Mittel auch aus Pflanzen hergestellt werden, aber nicht ausschließlich, sondern auch aus Mineralien und tierischen Substanzen.

In der Phytotherapie werden ausschließlich Pflanzen, als ganze Pflanze oder einzelne Bestandteile der Pflanze, wie Wurzel, Blätter, Samen, Früchte, Rinden oder Wurzeln verwendet. Sie werden in vielerlei Arten verwendet, als Auszug, Tee oder Tinktur, frisch oder getrocknet, zu Tabletten gepresst oder in Salben und Cremen. 


Die Phytotherapie gehört zu den ältesten Heilverfahren und reicht bis in die Steinzeit zurück. 500 v Chr. beschäftigte sich Hippokrates, der Begründer der wissenschaftlichen Medizin, mit Kräutern. Eine der berühmtesten Vertreterin der Pflanzenheilkunde ist Hildegard von Bingen (1098-1179).


Die Anwendungsgebiete für die Phytotherapie sind vielfältig und sie haben oft weniger Nebenwirkungen als synthetisch hergestellte Arzneimittel.

Die Wirkung der Heilpflanzen beruht auf einer sehr komplexen Zusammensetzung aus ätherischen Ölen, Bitterstoffen, Gerbstoffen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen. Viele unserer heutigen Arzneien lassen sich auf die Pflanzenheilkunde zurückführen. 

Ein sehr bekanntes Beispiel ist das Schmerzmittel Aspirin und dessen Wirkstoff Acetylsalicylsäure aus der Weidenrinde.

Gerade bei Tieren lässt sich die Phytotherapie gut anwenden. Beispiele sind das Zufüttern von Weißdornblättern bei Herzschwäche, oder eine Kräuterkur um Würmer auszutreiben.


Eine weitere sehr wirksame und vielseitig anwendbare Pflanze ist Calendula, die Ringelblume. Sie eignet sich hervorragend zum Reinigen von Wunden. Dazu braucht man die Calendula-Urtinktur, die 1: 10 mit Wasser, möglichst abgekocht oder NaCl-Lösung verdünnt wird. Mit dieser Lösung lassen sich Wunden reinigen, sogar eitrige Wunden oder Hotspots bei Hunden, die z.B durch Allergien ausgelöst wurden. Um die Wunde nicht zusätzlich durch Reiben oder Ähnliches zu reizen, ist es sinnvoll die Lösung aufzusprühen oder mit einer Spritze, ohne Nadel, zu spülen. Calendula hat nicht nur eine desinfizierende Wirkung, sondern fördert auch die Wundheilung.


Sehr gut kann man Giftstoffe mit der Phytotherapie ausleiten. Hierzu eignen sich besonders Algen, wie Chlorella und Spirulina.

Die Chlorellaalge hat einen bis zu zehnfach höheren Chlorophyll Anteil als andere Pflanzen und Algen, sie ist dafür bekannt Gerüche zu absorbieren, des Weiteren hat sie einen sehr hohen Gehalt an Vitaminen, essenziellen Fettsäuren, Mineralstoffen, Phytonährstoffen, Enzymen und Antioxidantien. Damit kann die Chlorellaalge einen großen Teil des Nährstoffbedarfes abdecken. 

Durch ihre Zellmembran kann sie Schwermetalle wie ein Schwamm aufsaugen, vor allem toxische Schwermetalle wie, Blei, Quecksilber, Nickel etc. 

Die Chlorellaalge bindet kleine Mengen Schwermetalle aus dem Bindegewebe und in großen Mengen verhindert sie das Rückresorbieren der Schwermetalle im Dickdarm. 

Sie stimuliert die Selbstheilungskräfte und regt den gesamten Stoffwechsel an.


Die Spirulinaalge hat mehr als 100 synergetische Nährstoffe und deckt so wie die Chlorellaalge einen großen Teil des Nährstoffbedarfs. Sie hat auch eine entgiftende Wirkung und leitet Toxine, Stoffwechselschlacken und Schwermetalle aus. Aufgrund ihrer vielfältigen Inhaltsstoffe hat sie auch eine positive Wirkung auf die Verdauung, das Immunsystem, die Leber und viele Stoffwechselprozesse.


Die Leber ist das wichtigste Entgiftungsorgan. In ihr laufen mehr als 500 einzigartige Vorgänge ab. Die Aufgabe der Leber im Entgiftungsprozess ist, schädliche Toxine in Substanzen umzuwandeln, die dann vom Körper sicher ausgeschieden werden können. Deshalb ist es wichtig während einer Entgiftungskur die Leber zu unterstützen z.B. mit Mariendistel, Artischocke oder Löwenzahn.

Sie können als Tee getrunken werden. Artischocke und Löwenzahn können auch als Saft oder Frisch angeboten werden.


Die Harnorgane haben eine große Rolle bei der Entgiftung und sollten ebenfalls, gerade während einer Entgiftungskur, gestärkt werden. 

Die Ausleitung sollte mit möglichst viel Flüssigkeit gefördert werden. Hierzu eignet sich besonders gut Tee, der aus frischen oder getrockneten Blättern hergestellt wird. Brennnessel oder Löwenzahn eignet sich sehr gut da sie eine harntreibende Wirkung haben. Die Blätter können aber auch getrocknet und zerrieben übers Futter gegeben werden, sollte ihr Tier keinen Tee mögen.


Anwendungsgebiete der Phytotherapie:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Regulation des Immunsystems
  • Harnwegserkrankungen
  • Erkrankungen der Leber
  • Erkrankungen der Nieren
  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
  • Stoffwechselstörungen
  • Hauterkrankungen
  • Parasitenbefall
  • Verdauungsstörungen
  • Darmsanierung
  • Erkrankungen der Gelenke
  • Herz- Kreislauferkrankungen